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Gewerkschaftsrat

Margrit Wendt erfüllt das Motto mit Leben

01.10.2007

Den mündlichen Rechenschaftsbericht des Gewerkschaftsrates gab dessen scheidende Vorsitzende Margrit Wendt ab.

Vier Jahre nach dem ersten ver.di-Bundeskongress konnte sie nun sagen: "ver.di steht fest verwurzelt und kraftvoll für die Arbeitnehmerrechte in diesem Land. ver.di hat zahlreichen Stürmen widerstanden und seinen Mitgliedern stets und immer Schutz, Halt und Orientierung geboten."

Sie würdigte die seither Verstorbenen - stellvertretend den langjährigen ÖTV-Vorsitzenden Heinz Kluncker, die ehemalige stellvertretende Vorsitzende der DAG, Ursula Konitzer, den ehemaligen DPG-Vorsitzenden Kurt van Haaren, den ehemaligen HBV-Vorsitzenden Günter Volkmar, den früheren Leiter des Fachbereichs Gesundheit in Sachsen-Anhalt, Manfred Bartsch, sowie den langjährigen Sekretär des ver.di-Gewerkschaftsrates, Anton Reuer.

Margrit Wendt betonte: "ver.di lebt durch seine Ehrenamtlichen, in jedem Ort und jedem Betrieb im Organisationsbereich, durch die Arbeit der vielen Tausend Ehrenamtlichen, die sich neben ihrer stressigen beruflichen Tätigkeit für ver.di einsetzen, die Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Ihr Einsatz und Engagement machen ver.di zur gelebten politischen Kraft in unserer Gesellschaft."

Das Motto des Bundeskongresses erfüllte sie mit Leben:

  • Gerechtigkeit war für uns das Leitmotiv, um uns deutlich gegen den sozialen Kahlschlag der Agenda 2010 zu positionieren und zu Protesten aufzurufen. Wir machen uns seither besonders stark für verbesserte Leistungen für Erwerbslose und fordern die Einführung einer bedarfsorientierten Grundsicherung.
  • Würde war für ver.di die zwingende Notwendigkeit, die erfolgreiche Kampagne für die Einführung eines Mindestlohns zu beschließen, um damit zu verhindern, dass Arbeit im Hochlohnland Deutschland arm macht - arm und würdelos. Was in vielen europäischen Nachbarstaaten längst umgesetzt wurde, kann bei uns doch nicht schlecht geredet werden. ver.di fordert daher eine Stundenlohn in Höhe von mindestens 7,50 Euro, der dann in den kommenden Jahren schrittweise auf 9 Euro angehoben werden soll.
  • Solidarität - ich sehe es hier gerade -: Die Rente mit 67 ist zutiefst unsolidarisch. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit löst keine Arbeitsmarktprobleme. Im Gegenteil: Sie ist ein verkapptes Rentenkürzungsprogramm. Deshalb lehnen wir sie konsequent ab. Basta!
In den vergangenen vier Jahren habe ver.di viel geschafft: "ver.di ist lebendig, streitbar, stark, durchsetzungsfähig und gesund. In weiten Teilen leben wir eine gemeinsame Kultur, ohne aber dabei unsere Wurzeln zu vergessen. Wir sind zusammengewachsen und lösen uns von den Übergangsregelungen. Die Mitgliederorientierung und Mitgliedergewinnung sind Richtschnur unseres Handelns - jetzt und in Zukunft."

Hier Margrit Wendts Bericht im Wortlaut.


Herausgeber:

Internet-Redaktion der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft
Hermann Schmid
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