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Finanzbericht

Gerd Herzberg sieht Kampfkraft von ver.di gestärkt

01.10.2007

Eine positive Bilanz zog der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Gerd Herzberg zur Finanzentwicklung der Organisation.

"Finanzkraft ist Kampfkraft" - unter dieses Motto stellte der Gewerkschafter seinen Finanzbericht: "Neben der Bereitschaft unserer Kolleginnen und Kollegen, sich für ihre Interessen einzusetzen, hat ver.di die finanzielle Basis, die Auseinandersetzung zu führen und auch durchzuhalten."

Erheblich gestiegen sei die Zahl der Streiktage - von rund 58.000 im Jahre 2004 auf 1,2 Millionen 2006, vor allem im öffentlichen Dienst und bei der Telekom. Dieser Einsatz habe sich gelohnt, massive Angriffe der Arbeitgeber auf Besitzstände und Rechte seien abgewehrt worden.

Im Jahre 2007 erwarte ver.di Beitragseinnahmen in Höhe von rund 414 Millionen Euro - eine rückläufige Entwicklung, da die Gewerkschaft auch 2007 wieder rund drei Prozent der Mitglieder verliere. Andererseits sei es auch gelungen, "in erheblichem Umfange Menschen für einen Eintritt in unsere Organisation zu gewinnen" - seit 2004 bis heute 373.035 und seit der ver.di-Gründung 2001 rund 700.000. "Damit liegen wir an der Spitze unter den DGB-Gewerkschaften."

Kontinuierlich verringert habe ver.di ihre Beitragsrückstände - vor allem wegen des guten Einsatzes der Bezirke. Deutlich besser als in den fünf Gründungsorganisationen habe sich der Anteil der korrekt zahlenden Mitgliedern - die "Kassierquote" - entwickelt.

Erreicht worden sei das Ziel, die Finanzen innerhalb der Organisation aufgabengerecht zu verteilen. Zudem sei "nach erheblichen Haushaltsdefiziten in den ersten Jahren" inzwischen auf Bundesebene seit 2005 ein ausgeglichener Haushalt zu verzeichnen: "Wir haben erhebliche nicht verbrauchte Mittel im Millionenbereich, die dem Vermögen zugeführt werden konnten."

Wie hoch dieses Vermögen derzeit ist, verriet Gerd Herzberg nicht: "Unser Vermögen ist unsere Streikkasse und die werde ich angesichts laufender Tarifauseinandersetzungen und im Hinblick auf mögliche größere Auseinandersetzungen in den nächsten Jahren nicht offenlegen."

Hier Gerd Herzbergs Bericht im Wortlaut und mit den Schaubildern

Herausgeber:

Internet-Redaktion der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft
Hermann Schmid
zur Zeit Messe Leipzig