Sozialstandards weltweit durchsetzen
Der Missachtung von Menschenrechten und Standards der
Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) sagt ver.di den Kampf
an.
Im Beschluss A 48, eingebracht vom Gewerkschaftsrat, heißt
es: "Gewerkschaften dürfen nicht zulassen, dass die Belegschaften
einzelner Länder, Branchen und Standorte in einem Dumpingwettbewerb um
Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen, Löhne und Menschenwürde
gegeneinander ausgespielt werden." Deshalb müssten die
gewerkschaftlichen Arbeitstrukturen über Grenzen hinweg stärker
vernetzt werden.
Die IAO-Kernarbeitsnormen und -Sozialstandards seien als "absolute
Mindestgrenze" einzuziehen - am besten mit "internationalen
Rahmenvereinbarungen zwischen transnationalen Unternehmen und den
Arbeitnehmervertretungen/Gewerkschaften".
ver.di will sich weiter für bessere Arbeitsbedingungen in der globalen
Textilindustrie engagieren und die Kampagne für Saubere
Kleidung (Clean Clothes Campaign - CCC) ausweiten auf weitere
Produktbereiche wie Mobiltelefone, Computer und Geräte der
Unterhaltungselektronik.
Fortgesetzt werden soll auch die Arbeit im CorA-Netzwerk für
Unternehmensverantwortung (Corporate Accountability).