Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik
Eine "Kehrtwende in der Finanz- und Steuerpolitik" hält ver.di nach
Beschluss D 1 für "dringend geboten". Im einzelnen wird
gefordert:
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ein Zukunftsinvestitionsprogramm für Arbeit, Bildung und Umwelt in
Höhe von jährlich 40 Milliarden Euro - die Hälfte davon für den Ausbau
der Kinderbetreuung, für Ganztagsschulen und mehr Lehr- und
Betreuungspersonal, die andere Hälfte vor allem für kommunale
Investitionen,
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eine reformierte Vermögensteuer mit ausreichend hohen Freibeträgen
(500.000 Euro für eine vierköpfige Familie),
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eine höhere Besteuerung großer Erbschaften und Schenkungen sowie die
Bewertung von Grund- und Immobilienvermögen zum aktuellen Wert und der
Abbau von Vergünstigungen beim Betriebsvermögen,
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ein wieder auf 50 Prozent erhöhter Spitzensteuersatz bei der
Einkommensteuer für Einkommensteile über 60.000 Euro,
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eine einheitliche Besteuerung aller Einkünfte, keine Abgeltungsteuer
auf Kapitalerträge von nur noch 25 Prozent, die Vermögende extra
begünstigen würde,
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eine Reform der Unternehmenssteuer, welche die Unternehmen wieder
angemessen an der Finanzierung öffentlicher Aufgaben beteiligt,
sowie
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die konsequente Bekämpfung von Steuerhinterziehung und
Wirtschaftskriminalität.
Zur Wirtschaftspolitik hat der Kongresss den von der
Bundesfrauenkonferenz eingebrachten Antrag D 4 beschlossen. Er fordert die Abkehr von
neoliberaler Politik, die vor allem auch Schluss macht mit der
ungleichen behandlung Von Frauen und Männern.
Ebenfalls von der Bundesfrauenkonferenz kommt der Beschluss D 5, nach der "das Ehegattensplitting in eine
Kinderförderung umzuwandeln" ist.
Der Gemeindefinanzreform ist Beschluss D 9 gewidmet. Er fordert für die Kommunen
Mehreinnahmen aus der Unternehmensteuerreform, eine dauerhaft gestärkte
Gewerbesteuer sowie einen angemessenen Finanzbeitrag der lokalen
Wirtschaft, von Freiberuflern und Selbstständigen.